Verein „Stadt-Bild-Graffiti“ gegründet
Der Verschönerung des Stadtbildes durch
ansprechende künstlerische Gestaltung geeigneter Flächen und der Eindämmung
illegaler Graffitis hat sich ein gestern in Erfurt neu gegründeter Verein verschrieben.
Die Initiative dazu ging von Stadtratsmitglied Thomas Hutt aus, der auch Vorsitzender des für Ordnung und
Sicherheit zuständigen Ausschusses ist, und wurde von dem Erfurter Maler und Grafiker
Dieter Hennig aufgegriffen. Dieter Hennig arbeitet bereits seit
langem mit Jugendlichen an der Gestaltung künstlerisch anspruchvoller Bilder
mit Graffiti-Technik. Thomas Hutt
hatte insbesondere die Verunstaltung des Stadtbildes durch stümperhafte
illegale Graffitis und die hohen Kosten für ihre Beseitigung, die den
städtischen Haushalt jährlich in Millionenhöhe belasten, in den vergangenen
Jahren mehrfach im Stadtrat und bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen
angeprangert.
Neben Dieter
Hennig - als Vorsitzender - und Thomas
Hutt gehören dem Vereinsvorstand der Leiter der städtischen Abteilung
Denkmalpflege/Denkmalschutz, Herr Wittich
– als stellvertretender Vorsitzender –, sowie die Architektinnen Cornelia Härtel und Anja Klein an. An der Vereinsgründung beteiligten sich auch die
Landtagsabgeordnete Marion Walsmann, die
Steuerberaterin Angelika Dreier, der Rechtsanwalt
und Vorsitzende des Erfurter Mietervereins Christian
Ebeling, der Leiter des Hochbauamts Karl
Mülders sowie Gisela Götze, im
Bauordnungsamt für Stadtbildpflege verantwortlich.
Der Verein möchte
Vorsitzender Dieter Hennig
dazu: „Wir können keine gesellschaftlichen Entwicklungen umkehren, aber
vielleicht doch einen Teil der Jugendlichen erreichen und für eine Mitarbeit
bei der Gestaltung der Stadt gewinnen.“
Stadtrat Thomas Hutt freut sich: „In Zeiten leerer öffentlicher Kassen sind
private Initiativen und bürgerschaftliches Engagement wichtiger als je zuvor.
Dass Polizei, Justiz und die Stadt mit ihren ordnungsrechtlichen Mitteln der
illegalen Graffitis und Farbschmierereien nicht Herr werden, hat sich gezeigt.
Auch das für Jugendarbeit benötigte Geld wird zusehends knapper. Wir hoffen auf
die Unterstützung von Privatpersonen und Firmen, die wir gerne auch als
Mitglieder gewinnen möchten, und von Sponsoren und öffentlichen Stellen.
Investieren wir doch lieber gemeinsam in schöne Bilder und präventive Jugendarbeit,
als in Strafverfolgung und Sanierung verunstalteter Objekte!“
V.i.S.d.P. Thomas Hutt Erfurt,
13.1.2005
Kontakt:
stadt.bild.graffiti@gmx.net